Original-Foto
Bildschirmdarstellung
Druck
Wozu braucht man
Farbmanagement?

Eine Einführung für Hobby-Fotografen und allgemein Interessierte...
Ist die digitale Fotografie
Farbsicher?

Wie Ambitionierte und Semi-Professionelle für realistischere Farben sorgen können...
Was leistet Farbmanagement im Profi-Workflow?
Für Professionelle die ihren Farb-Workflow ein für alle mal in den Griff kriegen möchten...
Was leistet Farbmanagement im Profi-Workflow?
Erfahrene Fotografen lieben und hassen die Welt der digitalen Bilder gleichermaßen. Die Liebe entsteht durch die unglaublich vielfältigen kreativen Freiheiten der digitalen Technik. Dank Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop wird für relativ kleine Investitionsvolumen jeder Arbeitsplatz zum hochgerüsteten Fotolabor mit angeschlossener Litho-Anstalt.

Genau da liegt aber auch das Problem und der Quell der Hassgefühle. Früher gab man dem Kunden ein Dia, auf dem die Bildfarben ganz klar und ohne Hilfsmittel zu erkennen waren. Wie daraus ein gedrucktes Bild wurde, blieb für die meisten Kreativen ein undurchsichtiger Vorgang, den die lithografische Abteilung einer Druckerei erledigte.

Farbmanagement wird erwartet
Heutzutage kann ein vollausgestatteter Arbeitsplatz für wenige tausend Euro technisch alle Schritte des professionellen Workflows zwischen Aufnahme und Druckausgabe abdecken. Entsprechend erwarten die Kunden, dass der Fotograf farbverbindlich arbeitet. Das bedeutet zum einen, er muss seine Bilder digital abstimmen und nachbearbeiten, um technische Defizite auszugleichen. Zum anderen heißt das aber auch, er muss Ergebnisse produzieren, die nicht nur auf seinem eigenen Bildschirm den gestellten Anforderungen entsprechen. Dazu gehört es, die Bilder zur Weitergabe so ausdrucken zu können, wie man sie auf dem Monitor sieht. Beliebt sind inzwischen auch farbverbindliche Proof-Drucke. Sie zeigen nicht nur eine Fassung des Fotos im vollen Qualitätsumfang, sondern eine Voransicht dessen, was davon im Offsetdruck übrig bleibt. Der Fotograf erledigt durch die technische Revolution zusätzlich die Arbeit eines Fotolaboranten und die eines Lithografen. An diesen Anforderungen sind viele Fotografen gescheitert. Teils, weil Sie sich die sündhaft teuren Systeme nicht leisten konnten, die Abhilfe versprachen – teils, weil sie Probleme hatten, die ebenso teure wie hochkomplexe Technik richtig zu bedienen.

Workflow kalibrieren
Seit relativ kurzer Zeit gibt es Profi-Systeme wie den Spyder3Elite, die bei regelmäßigem Einsatz bildschirmseitig verbindliche Farbsicherheit zum Preis besserer Amateurlösungen versprechen. Sie übernehmen den komplexen Prozess der Kalibrierung und ICC-Profilerzeugung fast vollautomatisch. Wer möchte oder wer ganz spezielle Anforderungen hat, kann natürlich eingreifen und sich von der Hilfsfunktion alle auftretenden Fragen bis ins Detail beantworten lassen – er muss es aber nicht. Etwas aufwändiger ist dagegen die Druckerkalibrierung. Hier geht es nur im ersten Schritt darum, ein Gerät zu linearisieren, also die Ausgabe möglichst farbneutral zu halten. Das wird meist von den mitgelieferten ICC-Profilen der Hersteller hinreichend erledigt. Im Gegensatz zu einem Monitor, der seine Farben immer auf der gleichen Oberfläche darstellt, arbeiten Drucker mit verschiedenen Papieren. Je nach Verwendungszweck setzt man unterschiedliche Medien ein: Kunststoffbeschichtete Fotopapiere, matte Kunstpapiere für Fine-Art oder gar Auflagenpapier bei der Simulation des Offsetdrucks. Jedes Medium nimmt die Farben anders auf und besitzt damit für den Drucker ebenso wie für die verwendeten Tinten spezifische Eingenschaften, die das Farbmanagement berücksichtigen muss.

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Eigene ICC-Profile
Vom Prinzip her funktioniert die Kalibrierung eines Druckers folgendermaßen: Man druckt auf dem jeweiligen Gerät ein Messchart aus und digitalisiert es anschließend wieder. Eine Software erstellt über die eingelesenen Werte eine Beschreibung der Kombination von Drucker-, Papier- und Tinteneigenschaften: Das Profil. Wer professionelle Ansprüche an die Exaktheit der Profilierung stellt, arbeitet dabei mit einem Spectrocolorimeter wie dem Spyder3Print SR von Datacolor und der zugehörigen Software. Damit lassen sich je nach Qualitätsanforderungen pro Messchart 150, 225 oder 729 Patchfelder drucken und ausmessen. Noch präziser geht es nicht. Eine solche Hard- und Softwarekombination eignet sich als schnelle, flexible Problemlösung, um sich möglichst bald wieder der eigentlichen Arbeit zuwenden zu können: Der Fotografie.
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