Original-Foto
Bildschirmdarstellung
Druck
Wozu braucht man
Farbmanagement?

Eine Einführung für Hobby-Fotografen und allgemein Interessierte...
Ist die digitale Fotografie
Farbsicher?

Wie Ambitionierte und Semi-Professionelle für realistischere Farben sorgen können...
Was leistet Farbmanagement im Profi-Workflow?
Für Professionelle die ihren Farb-Workflow ein für alle mal in den Griff kriegen möchten...
Ist die digitale Fotografie farbsicher?
Anfangs ist die Fotografie eine Leidenschaft, bei der man sich über jedes gelungene Ergebnis freut. Je stärker sie einen aber in ihren Bann zieht, desto größer wird der Wunsch nach Perfektion. Das gilt für Kameras und Objektive genauso wie für die fertigen Abzüge. Viele erfahrene Fotografen haben zum Beispiel über Jahre damit gewartet, von der analogen Fotografie zur Digitaltechnik zu wechseln. Was sie zögern ließ, war nicht nur der anfangs hohe Preis. Mindestens ebenso abgeschreckt wurden sie von der mäßigen Qualität der Bilder. Inzwischen ist die technische Seite der Digitalfotografie so weit entwickelt, dass sie der analogen Kleinbildfotografie in nichts mehr nachsteht.

Farbsicherheit
Doch kämpfen viele Fotografen nun mit neuen Unsicherheiten. Früher machte man ein Bild, trug es ins Labor und bekam einen Abzug zurück. Wenn die Farben nicht stimmten, wurde reklamiert. Brachte das nichts, gab es im Prinzip nur noch die Möglichkeit, die Fotos durch einen teureren Abzug im Fachlabor korrigieren zu lassen. Heute sieht die Situation ganz anders aus. Nach der Aufnahme wird das Foto sofort auf dem Kameradisplay geprüft. Im nächsten Schritt landet es als Datei auf der Festplatte des heimischen Computers, wo das Bild zunächst sortiert, nachbearbeitet und archiviert wird, bevor man es auf einem Fotodrucker ausgibt. Dieser Ablauf funktioniert nach einer Einarbeitungsphase recht gut. Was dagegen nicht so gut funktioniert, ist die einheitliche Darstellung der Farben. Auf dem Kameradisplay sehen sie anders aus als auf dem Monitor, beim Druck entsteht eine dritte Farbfassung.

Monitor-Kalibrierung
Wer sich ein wenig mit der Materie beschäftigt hat, weiß, dass man im digitalen Foto-Workflow nicht umhin kommt, seinen Monitor zu kalibrieren. Ist der Bildschirm einmal farbneutral eingestellt, kann man sich auf die Darstellung der Farben verlassen. Monitor-Kalibrierung ist jedoch nur ein Teil der Problemlösung. Korrekte Bildschirmfarben sind nicht gleichzusetzen mit korrekten Druckfarben. Woher soll der Drucker schließlich wissen, was der Monitor anzeigt? Ein farbverbindlicher Workflow funktioniert also nur, wenn die beteiligten Geräte miteinander kommunizieren. Um ihre individuellen Abweichungen von der Idealnorm der definierten Farbräume zu erfassen, bedient man sich so genannter ICC-Profile. Die haben sich über Jahre als Standard etabliert und jedes halbwegs moderne Betriebssystem kann sie einbinden und nutzen. Ein Farbprofil für den Monitor zu erstellen, ist mit Colorimetern wie dem Spyder3Pro oder dem Spyder3Elite recht einfach. Allerdings muss man diese Kalibrierung regelmäßig alle zwei bis vier Wochen wiederholen, da sich Monitorfarben fortlaufend verändern. Nur durch häufige Korrekturen ist Farbsicherheit gewährleistet.

Drucker-Kalibrierung
Als für den Fotografen aufwändiger erweist sich dagegen die Kalibrierung seines Druckers. Mit Produkten wie PrintFIX Plus nimmt man auf jedem Farbtintenstrahler eine einfache Linearisierung vor und erzielt so auf Standard-Fotopapier gute Ergebnisse. Zur Abstimmung wurden diverse Testcharts ausgedruckt, eingescannt,
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von der Software analysiert und zum Schluss werden sie in ein Profil umgesetzt. Wer mit unterschiedlichen Papieren auf einem hochwertigen Fotodrucker arbeitet, sollte sich jedoch eher an Produkten wie Datacolorss Spyder3Print orientieren, mit denen sich Profile für verschiedene Papiersorten anlegen lassen. Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas übertrieben, hat aber durchaus seine Berechtigung. Denken Sie nur einmal daran, wie unterschiedlich sich ein Tintentropfen auf offenporigem Zeitungspapier im Gegensatz zu kunststoffglattem Fotopapier verhält. Trifft der Tropfen auf Fotopapier, behält er seine Form und trocknet an. Auf dem Zeitungspapier vergrößert sich der Tropfen zu einem Fleck und die Ränder fransen unpräzise aus. Diese Unterschiede tausendfach multipliziert und dann auf das Ineinanderverlaufen von vier, sechs oder gar acht Farben ausgedehnt, vermittelt eine Idee davon, was sich auf einem Quadratzentimeter Druckpapaier so abspielt und warum schon feinste Qualitätsunterschiede beim Papier sich erheblich auf die Farbdarstellung auswirken können.
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